Am 17. September 2011 machten sich acht Reiter und acht Pferde auf den Weg, um beim Vereinsritt die Spätsommersonne und die schöne Landschaft zu genießen.

Wie auch beim ersten 2-Tages-Ritt 2009 ging es zu Tina auf den Ländlichen Reiterhof in Reichwalde. Diesmal führte Caro auf ihrem Andvari den Ritt. Bei herrlichen Sonnenschein machten wir Mittagspause an einem kleinen Wäldchen und stärkten uns mit dem Mittagessen, dass Joschi uns vorbeigebracht hatte. Obwohl es fast noch T-Shirt-Wetter war, hatten sich einige durch den Wetterbericht, der für die Nacht Regen und Gewitter angekündigt hatte, einschüchtern lassen und beschworen dunkle Wolken am Himmel herauf. Dies hinderte uns jedoch nicht daran, guten Mutes weiter zu reiten, obwohl einigen, die beim letzten Mal auch dabei gewesen waren, beim Weiterreiten etwas mulmig wurde. Das lag daran, dass wir die gleiche Strecke ritten und uns im vorletzten Jahr an einer Stelle des Weges von wild gewordenen Kühen aufgelauert worden war. Ein Aufatmen ging durch die Schar der Reiter, als wir die besagte Wiese passierten und uns dort nichts erwartete, was die Pferde hätte erschrecken können.

Zu der Aufregung kamen langsamen Hunger, Müdigkeit und ein schmerzender Hintern, und wir waren froh, als wir Reichwalde erreichten. Zu früh gefreut. Wir waren bereits abgestiegen, um durch das Dorf zu führen, als wir die Kühe auf der gegenüberliegenden Straßenseite sahen. Diese hatten uns auch bereits entdeckt und eine besonders vorlaute kam in wilden Sprüngen auf uns zu. Bjarmi nahm das zum Anlass, Elisa die Zügel aus der Hand zu reißen und Richtung Dorf zu galoppieren. Zum Glück entschied er sich schnell anders und ließ sich beim Zurückkommen einfangen.

Nach diesem Schrecken kamen wir ohne einen Regentropfen abbekommen zu haben viel zu pünktlich bei Tina an. Nachdem wir nach dem Grundsatz „Erst das Pferd, dann der Reiter" die Pferde versorgt und unsere Zelte aufgebaut hatten, genossen wir ein Abendessen, dass das vom letzten Mal noch bei Weitem übertraf. Neben dem obligatorischen Schweinefleisch gab es Baguettes, selbstgemachte Kräuterbutter, Mozzarella-Tomaten, Kartoffelsalat und einen extrem leckeren vegetarischen Auflauf mit Zucchini und Champignons.

Als wir mit Essen fertig waren, hatte es angefangen, ein wenig zu regnen. Ich persönlich finde das leise Tröpfeln auf die Zeltplane zum Einschlafen sehr angenehm – solange es im Zelt trocken bleibt. Aber mit einem geliehenen einwandigen Zelt schwante mir nichts Gutes. So wurde die Nacht, in der aus dem leichten Regen eine ordentliches Gewitter mit Blitz, Donner und Dauerregen wurde, für Franzi, Caro und mich eher traumatisch, was unter anderem an dem Wasser lag, dass mir beständig ins Gesicht tropfte, während es bei Caro gleich in einem ganzen Schwall im Zelt landete.

Doch ein Reiter kennt weder Kälte noch Schmerz und so ging es nach bestandener Rittigkeitsprüfung der Pferde und einem Frühstück los. Wir ließen uns auch nicht davon abhalten, dass der Regen nicht nachließ, sondern zu einem Platzregen wurde, der uns zumindest teilweise bis auf die Unterwäsche durchnässte. Beim Reiten wurde es dann trockener, wir erfreuten uns an dem Ritt durch das wunderschöne Waldstück hinter Reichwalde und die Pferde genossen sichtlich die langen Trabstrecken. Da Manu nicht von Anfang an dabei sein konnte, hatte Sie am Sonntag Caro abgelöst und führte nun den Ritt.

Ohne Mittagspause, die wir nicht im Regen verbringen wollten, ging es im flotten Tempo nach Hause. Unterwegs gab es noch einen kleinen Schreck, als eine Wespe zielstrebig auf mich zuflog und mich in die Schläfe stach. Aber der Schmerz verging beim Weiterreiten. Und als uns Lissa mit heißem Tee und Suppe auf dem Hof in Zöllmersdorf empfing und wir uns trockene Sachen anzogen, vergaßen wir auch, dass wir eigentlich schon wieder trocken gewesen waren, als uns ein letzter Regenschauer überraschte.

Nichtsdestotrotz war es wieder ein toller Ritt, bei dem glaube ich jeder besonders mit den Pferden mehr als zufrieden sein konnte. Unser Dank geht wieder an unsere Gastgeber Tina und Christian, die uns wie immer super bewirtet haben und an Caro und Manu, die diesmal den Ritt für je eine Strecke anleiteten und dafür sorgten, dass alle Reiter und Pferde zufrieden waren. Wir alle sind gespannt auf nächstes Jahr und hoffen, dass das Wetter es weiterhin zumindest an einem Tag gut mit uns meint.

(Katharina Possitt)

Terminliste

So Feb 26 @08:00 - 05:00PM
Weiden-Schneiden
Sa Mär 25 @08:00 - 05:00PM
2-Tages-Wanderritt
Sa Mai 20 @14:00 - 05:00PM
Vereinsnachmittag
Sa Jun 17 @14:00 - 05:00PM
Vereinsnachmittag - Vorbereitung zum Hoffest
Sa Okt 07 @14:00 - 05:00PM
Vereinsnachmittag
Sa Dez 09 @14:00 - 06:00PM
Ponyreiten auf dem Weihnachtsmarkt in Luckau