Am 25. März gegen 9 Uhr trafen wir uns bei schönstem Wetter auf dem Hof für den 2-Tages-Vereinsritt, voller Vorfreude auf die nächsten Zeit. Wir warteten, bis alle da waren, stellten unsere Sachen auf einen Haufen und holten unsere dreckigen und extrem haarenden Ponys von dem Paddocks. Unsere Truppe stellte gut die Farbvielfalt der Isländer dar, mit Schimmeln, Rappen, Braunen und einem Falben. Eine schöne bunte Truppe. Als wir im Hof ankamen und putzen, wehten schnell überall Haare umher und an unserer Kleidung sah man deutlich, dass Fellwechselzeit ist. Wir kontrollierten noch mal gründlich unsere Ausrüstung und dann gab Manu uns noch kurz ein paar Infos für den Ritt mit. Die musste sie aber kurz unterbrechen mit der Aussage, dass mal schnell jemand hinter flitzen soll, die Stuten stehen im Beet. Von diesem kleinen Zwischenfall ließen wir uns aber nicht aufhalten und während die Stuten von fleißigen Helfern zurück auf ihre Paddocks gebracht wurden, starteten wir sieben Reiter mit unseren Isländern. Das erste Stück bis über die Straße führten wir, dann erst stiegen wir auf und folgten dem Weg, den Tanja für uns rausgesucht hatte. Bei herrlichem Wetter, welches eine nette Abwechslung zu unseren letzten 2-Tagesritten war, genossen wir die noch bekannte Landschaft. Tanja wusste immer direkt wo es lang ging und so konnten wir super bei dem schönen Ritt entspannen und uns unterhalten.

In loser Reihenfolge fanden wir sicher den Weg zum Mittagsziel und kamen dort gut gelaunt an, nachdem wir ca. 2 Stunden geritten waren und auch schöne Trab – und Galoppstrecken dabei hatten. An einer schön gelegenen Rastbank halfterten wir die Isländer und ließen sie grasen, ihr wohlverdientes Mittagessen. Nach nicht einmal allzu langer Zeit fanden auch unsere Helfer mit dem Essen den Weg zu uns und wir konnten die Pferde anbinden und uns selbst versorgen. Fahrradständer, die neben der Bank standen, wurden schnell noch zu Reithelmhaltern umfunktioniert und ehe man es sich versah, war die Tafel mit wundervollem Essen gedeckt. Wir aßen, redeten, lachten und sammelten neue Kräfte für die zweite Strecke. Lilith war noch so lieb und schenkte uns allen Steine. Die Zeit schritt weiter voran und so mussten wir unsere dösenden Isis wieder wecken und fertig machen. Alle durften noch mal trinken und schon ging es wieder los. Erst ein Stück zu Fuß, damit sich das viele Essen etwas setzte konnte, und nach ein paar Minuten dann wieder zu Pferd. Ein gutes Stück folgten wir dem Gurkenradweg, was eine interessant Erfahrung war, den Fahrradweg mal mit Pferd zu erkunden.

Wie auch schon auf dem ersten Stück waren auffallend oft die älteren Pferde vorne und bewiesen so mal wieder, dass das Alter nichts zu sagen hat. Salvör, die einen Großteil der Strecke vorneweg marschierte, schloss sich dann aber doch mal hinten an, als auf einmal Fahrräder einfach so am Rand des Weges standen mit Menschen daneben im Gras. Glücklicherweise fanden die anderen Pferde das nicht so gruslig und so konnten wir schnell wieder traben. Da vorne aber ein paar Unklarheiten über den Weg bestanden, standen wir auf einmal vor einer Wiese. Kein großes Problem, wir drehten einfach um und fanden schnell den rechten Weg. Und schon kamen wir nach Sagritz, wo unser Quartier auf uns wartete. Mit einem kleinen Umweg über eine schöne Galoppstrecke kamen wir nach ca. 22km Reitstrecke an und führten die letzten Meter wieder.

Am Freitag wurde schon ein Paddock aufgestellt und alles wichtige für die Pferde her gebracht, sodass wir die Pferde schnell versorgen konnten und sich alle fröhlich wälzen und Heu fressen konnten. Wir besichtigten anschließend schon mal unsere Zimmer in dem Gutshof und staunten über die königlichen Quartiere mit Himmelbetten.

Wir durften das Café des Gutshofes nutzen und während draußen der Grillmeister schon fleißig am vorbereiten war, bereiten wir drinnen alles vor. Das Ergebnis war eine wahrlich reich gefüllte Tafel mit leckeren Salaten, Dips, Brot, Butter und noch vielem mehr. Nach und nach kamen weitere Vereinsmitglieder und wir konnten, bei leckerem Essen, einen schönen Abend mit dem Verein genießen. Dabei ergab sich auch eine gute Möglichkeit, Lissa für ihre lange Aktivität und Vorstandsarbeit im Verein mit einem kleinen Präsent zu danken.

Bei gemütlichem Geplauder löste sich der Abend schon recht früh auf, da sich alle nach dem schönen, aber anstrengenden Tag, auf ihr weiches Bett freuten.

In dem Jugendzimmer wurde noch ein Märchenhafter Gästebucheintrag geschrieben für den Gutshof Sagritz. Dann kehrte auch dort Ruhe ein.

Am nächsten morgen gab es, wie sollte es auch anders sein, leichte Verwirrungen und Unsicherheiten wie spät es ist, da die Zeitumstellung mal wieder alle Uhren und Menschen durcheinander brachte. Wir gaben den Pferden Heu und danach gab es auch für uns Reiter ein leckeres Frühstück in aller Seelenruhe von der Gastgeberin. Schließlich beendeten wir unser Essen und konnten auch die Bezahlung klären. In der Zwischenzeit waren unsere Mitreiter wieder eingetroffen, die bei sich daheim geschlafen hatten.Wir prüften alle Pferde auf ihre Gesundheit und ob sie fit waren für den Heimritt. Alle bestanden die Prüfung und so konnten wir sie wieder fertig machen und uns auf den Heimweg begeben. Unsere fleißigen Helfer bauten für uns den Paddock ab und fuhren das ganze Gepäck zurück zum Hof.

Als erstes machten wir noch einen kleinen Abstecher zu dem See, in dem wir früher manchmal mit den Pferden baden gewesen waren. Ein sehr schöner Anblick, wie der See in der Natur lag und der Weg sich um ihn herum schlängelte.

Wir ritten recht zügig weiter, da wir etwas im Zeitverzug waren. Wir kamen gut durch, bis wir auf einmal vor einem Feld standen. Den Weg, den wir reiten wollten, gab es nicht mehr. Wir nahmen die Sache gelassen und ritten zwischen zwei Feldern entlang und suchten uns so einen Weg bis wir auf unsere Strecke kamen. Dabei konnten wir sogar noch mal schön auf einem brachen Feld an der Straße traben und erreichten so zügig unsere geplante Strecke. Wir wussten, dass wir kurz vorm Ziel sein mussten und Manu hielt Kontakt per Telefon, bis wir sogar in Sichtweite waren. Lilith kam uns ganz begeistert entgegen und führte uns zu unsrer Rast.

Dort lernten wir, das Autospiegel dafür da sind, um Trensen drüber zu hängen und nicht um sie als Spiegel beim Fahren zu nutzen. Das ist nur ein weit verbreiteter Irrtum!

Nachdem die Pferde gefressen hatten, machten wir es uns auf einer riesigen Picknickdecke neben Schafen bequem und aßen die Reste vom Vorabend.

Gesättigt und bei strahlender Sonne, so wie schon seit dem Morgen, starteten wir wieder.

Als wir auf einem Waldweg parallel zu einem größeren Weg ritten, wurde dieser immer kleiner, wurde zum Trampelpfand und verschwand schließlich ganz. Für unsere trittsicheren Pferde kein Problem. Mutig suchten sie sich ihren Weg durch das Unterholz bis wir wieder auf einen Weg kamen und an der Waldkante entlang schön Galoppieren konnten.

Die 20 km verstrichen auch am Sonntag wie im Flug und schon waren wir wieder im bekannten Gelände und dann war der Ritt auch schon vorbei.

Nachdem wir die Pferde Nachbereitet und gefüttert hatten, durften sie wieder zurück zu ihrer Herde. Nacheinander fiel jedes Pferd um und wälzte sich genüsslich im Sand-Schlamm, bis man nicht mehr sah das sie noch vor kurzem sauber gewesen waren. Freudig vereinigte sich die Herde wieder und wir konnten das Wochenende beim Kuchenessen schön ausklingen lassen.

Wir hatten einen wunderschönen Ritt gehabt, mit tollen Pferden die uns sicher und gewohnt fleißig durch die Landschaft getragen hatten.

Ein großes Dankeschön an alle, die so fleißig den Ritt vorbereitet haben, vor Ort geholfen haben, Gepäck und Essen gefahren haben, Essen mitgebracht haben und natürlich auch an den Grillmeister, der die ganze Zeit für uns draußen am Grill stand. Und nicht zu vergessen, ein Dankeschön an unsere Vierbeiner Hela, Snær, Jarl, Bjarmi, Snotra, Salvör und Gústa, die das ganze überhaupt erst ermöglicht haben! Und auch nicht zu vergessen: ein Danke an den Wettergott. Bei solch einem schönen Wetter durften wir wohl noch nie einen 2-Tagesritt be(st)reiten.

 

Terminliste

Do Feb 02 @08:00 - 05:00PM
JHV - Jahreshauptversammlung
So Feb 26 @08:00 - 05:00PM
Weiden-Schneiden
Sa Mär 25 @08:00 - 05:00PM
2-Tages-Wanderritt
Sa Mai 20 @14:00 - 05:00PM
Vereinsnachmittag
Sa Jun 17 @14:00 - 05:00PM
Vereinsnachmittag - Vorbereitung zum Hoffest
Sa Okt 07 @14:00 - 05:00PM
Vereinsnachmittag
Sa Dez 09 @14:00 - 06:00PM
Ponyreiten auf dem Weihnachtsmarkt in Luckau